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Autobahn 46


In der Mitte gut ausgelastet

Sie zieht sich in Einzelstücken von West nach Ost durchs Land: im Westen und Osten dient die A46 eher typischem Regionalverkehr, in der Mitte dagegen steht sie unter stärkster Belastung.

Zwischen Heinsberg und Jüchen kann die A46 es ruhiger angehen lassen, dagegen nimmt der Verkehr im Großraum Neuss - Düsseldorf erheblich zu. Bisher besteht noch eine Lücke im Raum Neuss; mit dem Ausbau der Anschlusstelle Neuss-West der A57 zum Autobahndreieck wird die A46 direkt an den "Neusser Ring" angeschlossen.

Vor allem die Strecke zwischen Düsseldorf und Wuppertal ist eine der verkehrsreichsten überhaupt im ganzen Land. Etwa die Hälfte dieses Abschnitts ist mit sechs Spuren ausgebaut, von Haan-Ost bis zum Sonnborner Kreuz wird die Strecke noch auf diesen Stand gebracht.

Im Sauerland besteht die A46 aus zwei Abschnitten; der Lückenschluss wird derzeit geplant. Von Arnsberg bis Bestwig ist die A46 über die A445 an die A44 (Dortmund-Kassel) an das bundesweite Autobahnnetz angeschlossen. Die offizielle Bezeichnung für die Autobahn ist zwar "A46 Heinsberg - Brilon", aber ein Ausbau über Bestwig hinaus nach Brilon ist erst bis Bestwig/Nuttlar geplant.


Streckenverlauf

  • (4) AS Heinsberg B221
  • (5) AS Dremmen
  • (6) AS Hückelhoven-West
  • (7) AS Hückelhoven-Ost
  • (8) AS Erkelenz-Süd B57
  • (9) AS Erkelenz-Ost
  • (10) AK Kreuz Mönchengladbach-Wanlo A61
  • (11) AK Dreieck Holz A44
  • (12) AS Jüchen A540, B59
  • (13) AS Grevenbroich
  •   Tanken + Rasten Vierwinden Süd / Vierwinden Nord
  • (14) AS Grevenbroich-Kapellen
  • (15) AS Neuss-Holzheim B1, B230
  •   [Unterbrechung der Autobahn]
  • (21) AK Kreuz Neus-Süd A57
  • (22) AS Neuss-Uedesheim B9
  • (23) AS Düsseldorf-Bilk B8
  • (24a) AS Düsseldorf-Universität
  • (24) AS Düsseldorf-Wersten
  • (25) AS Düsseldorf-Holthausen
  • (26) AK Dreieck Düsseldorf-Süd A59
  • (27) AS Erkrath
  • (28) AK Kreuz Hilden A3
  • (29) AS Haan-West
  • (30) AS Haan-Ost
  • (31) AK Sonnborner Kreuz A535, B228, B227
  • (32) AS Wuppertal-Varresbeck B7
  • (33) AS Wuppertal-Katernberg
  • (34) AS Wuppertal-Elberfeld
  • (35) AS Wuppertal-Barmen
  • (36) AS Wuppertal-Wichlinghausen
  •   Tanken + Rasten Sternenberg Süd / Sternenberg Nord
  • (37) AS Wuppertal-Oberbarmen
  • (38) AK Kreuz Wuppertal-Nord A1, A43, B326
  •   [Unterbrechung der Autobahn]
  • (42) AK Kreuz Hagen A45
  • (43) AS Hagen-Hohenlimburg
  • (44) AS Hagen-Elsey B7
  • (45) AS Iserlohn-Letmathe B236
  • (46) AS Iserlohn-Oestrich B236
  • (47) AS Iserlohn-Zentrum
  • (48) AS Iserlohn-Seilersee B233
  • (49) AS Hemer B7
  •   [Unterbrechung der Autobahn]
  • (62) AS Arnsberg-Neheim A445
  • (63) AS Arnsberg-Neheim Süd
  • (64) AS Arnsberg-Hüsten B229
  • (65) AS Arnsberg-Altstadt B229
  • (66) AS Arnsberg-Ost
  • (67) AS Meschede-Freienohl
  • (68) AS Meschede-Wennemen B7
  • (69) AS Meschede-Enste
  • (70) AS Meschede B55
  • (71) AS Bestwig B7

Geschichte

Die heute bestehenden unverbundenen Abschnitte der A46 weisen auf die unterschiedliche Entstehungsgeschichte der Teilstrecken hin:

  1. die linksrheinischen Teilstrecke zwischen Heinsberg und Neuss
  2. der Bereich zwischen Neuss und Wuppertal
  3. die sauerländischen Abschnitte Hagen - Hemer und Arnsberg - Bestwig

Links des Rheins

Die linksrheinische Teilstrecke wurde in längeren Bauphasen von Ost nach West ausgebaut. Von Neuss an Grevenbroich vorbei und südlich von Mönchengladbach führt die A44 heute bis Heinsberg. 1977 wurde der Abschnitt zwischen Jüchen und dem Kreuz Wanlo eröffnet, zwei Jahre später erfolgte der Ausbau bis Hückelhoven. Fast zwanzig Jahre später konnte 1996 der Abschnitt von Hückelhoven bis Heinsberg eröffnet werden.

Ein weiterer Ausbau ist bis zur niederländischen Grenze bei Sittard geplant.

Von Düsseldorf nach Wuppertal

Mit dem Bau der ersten Autobahnen war das Grundnetz auch in Nordrhein-Westfalen festgelegt. Die A1 verband Dortmund über Wuppertal mit Köln, die A3 führte von Oberhausen über Düsseldorf nach Köln. Eine Querverbindung von Düsseldorf nach Wuppertal existierte jedoch nicht.

Eine solche Verbindung bot sich jedoch an, als zunächst in den frühen 1950er Jahren Ortsumgehungen in Hilden und Haan notwendig wurden. Daraus entstand schließlich die Autobahn Düsseldorf-Wuppertal, die mit einem neuen Kreuz Hilden an die A3 angeschlossen wurde. In Wuppertal wurde dann die Autobahn gleich als Stadtautobahn weiter geplant und mit dem Anschluss an die heutige A1 beim Kreuz Wuppertal-Nord eine durchgehende Verbindung von Düsseldorf Richtung Dortmund vorgesehen.

1965 begann im Westen der Umbau der Anschlusstelle Hilden zum Autobahnkreuz. Der Abschnitt von Hilden bis nahe an das neue Sonnborner Kreuz im Westen Wuppertals wurde 1972 frei gegeben; ebenso weite Teile der Wuppertaler Stadtautobahn östlich des Sonnborner Kreuzes bis zum Kreuz Wuppertal-Nord. Das Sonnborner Kreuz selbst folgte zwei Jahre später und komplettierte damit die Verbindungs von der A3 bei Hilden zur A1.

Über das Kreuz Hilden hinaus wurde die A46 durch den Düsseldorfer Süden und über den Rhein (Fleher Brücke) bis nach Neuss-Süd gebaut, wo sie an die A57 anschließt. Diese Erweiterung der A46 wurde in den Jahren 1979 bis 1983 fertig gestellt.

Von West nach Ost durchs Sauerland

Im nördlichen Sauerland führten ebenfalls zunächst örtliche Pläne für Umgehungen zu einer weiter greifenden Planung einer Autobahn in West-Ost-Richtung. Zum Teil noch als Neubau- oder Ersatzbaumaßnahmen für bestehende Bundestraßen geplant, etwa die B7n von Hagen nach Neheim-Hüsten (heute Arnsberg-Neheim), entwickelte sich in den 1960er Jahren bald die Perspektive eines Autobahnbaus. 1965 wurde zunächst die Autobahnverbindung Hagen - Iserlohn festgelegt. Erste Baumaßnahmen begannen 1966. Zehn Jahre später konnte die A46 vom Kreuz Hagen bis Hemer durchgehend befahren werden.

Im östlichen Bereich wuchs die A46 im Jahrzehnt darauf. 1984 war der Abschnitt der A445 vom Kreuz Werl her (Verbindung mit der A44) bis Arnsberg-Neheim fertig gestellt worden. An diese Autobahn wurde die A46 in direkter Fortsetzung angebunden.

Von 1985 bis 1991 wurden mehrere große Abschnitte fertig gestellt. Das letzte Stück bei Arnsberg-Oeventrop wurde im Oktober 2003 dem Verkehr übergeben. Damit war die A46 - unter Einbeziehung der nördlich anschließenden A445 - bis Bestwig durchgehend befahrbar und an das bundesweite Autobahnnetz angeschlossen.

Ein Lückenschluss der A46 zwischen Hemer und Arnsberg-Neheim ist in Planung und soll bis 2010 im Bau sein.


Links und rechts der Autobahn

Die A46 beginnt bei Heinsberg und führt bei Erkelenz in den Raum Mönchengladbach, wo sie mit der A61 verknüpft ist. Auf dem weiteren Weg liegt Grevenbroich, bevor die Autobahn nach Neuss führt - hier endet sie aber zur Zeit noch kurz vor dem "Neusser Ring" (A57) und geht in die B1 über.

Fortgesetzt wird die A46 als Abzweig von der A57 beim Kreuz Neuss-Süd. Über die Fleher Brücke überquert sie den Rhein nach Düsseldorf, wo sie in zwei Tunneln unter der Stadt geführt wird. Im Kreuz Hilden ist die A46 mit der A3 verbunden - hier werden Spitzenwerte der Verkehrsbelastung gemessen. Bei Haan steigt die Autobahn ins Bergische Land und erreicht bald Wuppertal, das sie in ganzer Länge bis zum Kreuz Wuppertal-Nord durchmisst.

Von Hagen aus beginnt der Abschnitt der A46 im Sauerland, der vorerst nur bis Iserlohn und Hemer reicht.

Erst nach zwei Höhenzügen, die zur Zeit auf der B7 über Menden umfahren werden, wird Arnsberg erreicht, wo im Stadtteil Neheim von Norden her die A445 in die hier wieder aufgenommene A46 übergeht. In dem lang gezogenen Stadtgebiet - insgesamt 13 Kilometer - folgt die A46 dem Ruhrtal nach Südosten, wendet sich bei Meschede nach Osten und endet vorerst in Bestwig. Der weitere Ausbau der Autobahn ist bis Brilon geplant.